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Mandarine

Mandarine


Die Mandarine (Citrus reticulata) ist eine Zitrusfrucht bzw. Zitruspflanze aus der Familie der Rautengewächse.

Interessanter Hinweis:
Clementinen sind keine eigene Art bzw. Gattung. Sie sind Sammelbezeichnungen für Zitrusfrüchte, die sehr süß, einfach schälbar und möglichst kernlos sind. Das Wort Clementine stammt von dem Algerier Pater Clemente Rodier.

Anbaugebiete:

Vermutlich kommt die Mandarine ursprünglich aus dem Südwesten Chinas und Nordosten Indiens. Erstmals erwähnt wurde sie in China im 12. Jahrhundert vor Christus. In einer bis heute nicht bestätigten Geschichte heißt es, dass die Mandarinenfrucht damals in China als sehr kostbar galt, wodurch nur die hohen kaiserlichen Beamten, die „Mandarinen“, die Früchte verzehren durften.
Von diesen ersten Sorten stammt die Mittelmeer-Mandarine ab. Heute wachsen die Mandarinenpflanzen in fast allen warmen Regionen der Erde.
Man spricht vom "Zitrusgürtel", der etwa zwischen dem 40. Grad nördlicher und dem 35. Grad südlicher Breite verläuft. Hier findet man die Hauptanbauländer. Weitere Anbauländer sind rund um das Mittelmeer lokalisiert.

Wuchs:

Der Mandarinenbaum wächst deutlich buschiger als der Zitronenbaum und ist kleiner. Er erreicht eine Höhe von 2- 6m. Sie hat dunkelgrüne lanzettförmige Blätter, auf beiden Seiten spitz zulaufend. An den Ästen bilden sich nur wenige, kleine Dornen. In den Blattachseln wachsen, in der Blütezeit von Frühsommer bis Herbst, weiße Blüten.

junge Mandarinenpflanze junge Mandarinenpflanze

Standort:

Im Sommer bevorzugt der Mandarinenbaum einen sonnigen und warmen Platz.
Im Winter und während der kälteren Monate möchte es auch die Mandarine sowie alle anderen Zitrusgewächse eher kühl und hell. Dabei sollte die Temperatur aber nicht unter dem Gefrierpunkt sein, aber auch nicht wärmer als +10°C.

Anzucht:

1. Vermehrung mit Samen (Generative Vermehrung):

Man nimmt Samen einer reifen Frucht, bedeckt sie mit Pflanzsubstrat (hier: Anzuchterde mit wenig Sand vermischt) und stellt sie an einen warmen Ort. Nach ca. einem Monat erfolgt die Keimung. Die Keimlinge sollten an einem hellen Platz stehen, direkte Sonneneinstrahlung sollte anfangs aber vermieden werden.

2. Vermehrung mit Stecklingen (Vegetative Vermehrung):

Mandarinen vermehrt man durch ca. 20 cm lange Stecklinge, die man knapp unter einer Knospe abnimmt. Die Schnittstelle steckt man in ein Gemisch aus Anzuchterde und Sand. Um die Bewurzelungschance zu erhöhen kann man die Schnittstelle zuvor in ein Bewurzelungshormon (z.B. Wurzeltreibfix) tauchen.
Nun ist ein warmer, schattiger Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit vorzuziehen. Die Luftfeuchtigkeit kann man mit dem Überziehen einer durchsichtigen Plastiktüte erhöhen.
Erst nach mehreren Monaten beginnen manche Stecklinge zu treiben.

Substrat:

Bevorzugt wird leicht saure und nährstoffreiche Erde. Wer nichts falsch machen will, besorgt sich Zitruspflanzerde. Allerdings reicht auch die kostengünstigere Anzuchterde aus.

Gießen:

Die Mandarine soll nicht zu viel gegossen werden. Man sollte die Erde und den Wurzelballen immer wieder abtrocknen lassen. Demnach muss regelmäßig gewässert werden, wobei die Betonung auf „mäßig“ liegt.
Während einer einmonatigen Trockenperiode ohne Gießen, fördert man die Blütenbildung.

Düngen:

Das Mandarinenbäumchen sollte im Frühjahr und Sommer in regelmäßigen Abständen gedüngt werden (alle 1-2 Wochen).
Im Herbst und Winter darf nicht gedüngt werden. Wirft die Mandarinenpflanze ihre Blätter bzw. ihre Früchte ab, so deutet dies auf Nährstoffmangel hin. Geeignet ist kalkhaltiger Dünger.

Fruchtbildung:

Da die Blüten der Mandarine selbstbestäubend sind, braucht man sich keine Gedanken über die Fruchtbildung machen, wenn die Mandarine im kalten Frühjahr noch drinnen steht und keine Bienen zur Bestäubung herumschwirren. Die Bestäubung erfolgt von ganz alleine.
Die Mandarinenfrucht ist etwas kleiner und schmeckt nicht ganz so säuerlich wie die Orange. Verglichen mit den meisten anderen Zitrusfrüchten, wie Orange und Zitrone, lässt sich ihre Haut sehr einfach abschälen.
Während die Schale außen hellgelb bis dunkelorange ist, hat sie innen eine weiße Farbe. Sind die Mandarinen richtig ausgereift, so ist die weiße Schaleninnenseite auf ein dünnes weißes Netz reduziert. Hierauf bezieht sich der Name „reticulata“= netzartig.

Fruchtansatz Mandarine