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Physalis

Pitahaya


Die Drachenfrucht (Hylocereus undatus), auch Pitahaya oder Pitaya genannt, gehört zur Familie der Kakteengewächse.

Anbaugebiete:

Die Pitahaya kommt ursprünglich aus Mittelamerika. Heute findet man sie in den gesamten Tropen. Hauptanbauländer sind China, Israel, Vietnam und Nicaragua.

Wuchs:

Die Pitahayapflanze ist ein kletternder Kaktus. Sie bildet Haftwurzeln aus, mit der sie sich an allem festhalten kann. Die dreiflügligen Triebe/Sprossen bilden keine Dornen. Nur manche Arten bilden kleine Härchen oder Scheindornen. Die Blüten der Drachenfrucht sind einzigartig und zählt man zu den größten der Welt. Sie haben einen Durchmesser von 25cm und sind ca. 30cm lang. Die Blütenansätze findet man am Ende eines Sprosses. Es gibt noch eine zweite Besonderheit, die die Blüte betrifft: Sie öffnet sich nur für eine Nacht und versprüht dabei einen gut riechenden Duft.

zweijährige Pitahayapflanze

Standort:

Im Sommer stellt man die Pitahaya nach draußen an einen sehr sonnigen und windgeschützten Ort. Sie mag die größte Hitze. Regnet es sehr viel, sollte man sie nach drinnen holen. Im Winter holt man sie in die Wohnung. Die trockene Luft macht ihr keine Probleme. Alternativ kann man die Drachenfrucht auch in einem kühlen, hellen Zimmer überwintern. Ein normales Gewächshaus eignet sich nicht, da hier die Luftfeuchtigkeit meist zu hoch ist. In einem Sukkulentenhaus mit trockener Luft wächst sie am besten.

Anzucht:

Generative Vermehrung (Anzucht durch Samen):

Man besorgt sich im Supermarkt eine Pitahayafrucht. Mit einem Messer teilt man die Pitahaya und pult die schwarzen Samenkörner aus dem Fruchtfleisch. Diese streift man auf einem Küchenpapier ab und lässt sie über Nacht liegen. Am folgenden Tag bringt man die Samenkörner auf geeignetes Substrat und drückt die Körnchen an. Jetzt muss nur noch die Erde angefeuchtet werden und man wartet nun, bis die ersten Pitahayapflänzchen keimen.

Pitahayafruchtfleisch mit Samen eine Woche alte Pthayapflanzen eine Woche alte Pthayapflanzen

Vegetative Vermehrung (Anzucht mit Stecklingen):

Gibt es die Möglichkeit und man sieht einen Drachenfruchtbaum (z.B. im Urlaub), so kann man einen kompletten Blattabschnitt entfernen. Das entfernte Blatt steckt man senkrecht in Pflanzsubstrat. Nach leichtem anfeuchten stellt man es an einen hellen und warmen Ort. Schon bald wird das Blattstück Wurzeln und neue Blattsegmente ausbilden. Demnach ist die Vermehrung der Drachenfrucht mit Hilfe eines Stecklings zu bevorzugen.

Substrat:

Man sollte sandigen Boden verwenden. Eine Mischung von Sand und Gartenerde wäre passend. Torfhaltige Erde, sowie Kompost, ist nicht erwünscht.

Gießen:

Da die Pitahaya ein Kaktus ist, muss nur sehr wenig gegossen werden. Nach einer großen Wassergabe wird so lange gewartet, bis der Wurzelballen vollständig abgetrocknet ist. Erst dann darf wieder kräftig gewässert werden.

Düngen:

Auch auf Dünger ist die Pitahaya nicht angewiesen. Man soll höchstens 1 bis 3-mal in der Sommerzeit düngen. Zu allen anderen Jahreszeiten ist düngen tabu.

Fruchtbildung:

Die Drachenfrucht ist oval- bis eiförmig und 10 bis 15cm lang. Ihre Fruchtschale ist grob schuppig aufgebaut und ist meist rosafarbig. Allerdings gibt es auch rote, oder gelbe Pitahayas. Das sich im Innern befindliche Fruchtfleisch ist weiß und enthält schwarze Samenkörner, die mitverzehrt werden. Das Fruchtfleisch löffelt man aus.

Pitahayafrucht halbierte Pitahayafrucht